Naturerlebnis Rosalia - Kogelberg - Natürlich Lernen
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Barrierefreies Naturerlebnis Rosalia – Kogelberg

Projektdaten:

Titel:

Barrierefreies Naturerlebnis Rosalia – Kogelberg

Ort:

19 Gemeinden im Bezirk Mattersburg

Zeitraum der Umsetzung:

1 Jahr, 2012

Zielgruppen:

GemeindebürgerInnen, TouristInnen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Schulen und Kindergärten, Familien mit Kleinkindern, SeniorInnen, Kulturinteressierte

Ziel:

Die 19 Gemeinden des Bezirkes Mattersburg wollten durch eine gemeindeübergreifende Vernetzung ihre vielfältige Kultur- und Naturlandschaft stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Gäste der Region rücken. Hierfür sollte das bestehende Netz an Wanderwegen konzentriert und an aktuelle Standards angepasst werden. Zusätzlich sollten durch gezielte Informationen die Kultur- und Naturlandschaftlichen Besonderheiten besuchergerecht inszeniert werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Aspekt des barrierefreien Erlebens der Kultur- und Naturlandschaft gelegt werden.

Beteiligte/UmsetzerInnen:

19 Gemeinden des Bezirks Mattersburg, ???? und weitere ProfessionistInnen

Koordination und Durchführung:

durch Dipl. Päd. DI Hans Peter Killingseder – „Natürlich Lernen“

Die Stationen – ein Auszug:

Erlebnisstation „Eisteiche“

Ein 3 ha großer Erlenbruchwald im wasserüberfluteten und moorigen Gelände wird mit all den Sinnen erfasst. Die Besucher werden über einen Lärchensteg bei Erlen und abseits von Nistplätzen der Eulen und anderer Vögel geführt. Mit Hilfe von Blickrohren, Rastbänken, Gehörgängen und Tastobjekten wird der Mythos eines Sumpfwaldes und der Eule enträtselt. Die Aufzeichnungen für Tafeln und der Verlauf der Strecke wurden mit ExpertInnen und Kennern von barrierefreien Naturangebote angelegt.
Diese Streckenführung ist für Blinde, Rollstuhlfahrer, Senioren und für Familien mit Kleinkindern aufbereitet.

Die Station ist durch einen bestehenden asphaltierten Güterweg und durch eine relativ kurze Distanz von Forchtenstein (knapp 2 km) aus erreichbar. Der Lärchensteg berücksichtigt durch ausreichende Breite, geringe Steigungen und seitliche Tastleisten sowohl die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen (Rollstuhl) als auch von Menschen mit Sehbehinderung. Informationen (Tafeln mit Erklärungen) werden auch für sehbehinderte Personen aufbereitet und so angebracht, dass Personen im Rollstuhl diese lesen können. Es stehen naturnahe Rastgelegenheiten entlang des Weges und auch des Steges zur Verfügung.

Erlebnisstation „Teichwiesen“

Die angelegten asphaltierten Radwege entlang des Kogelberges mit den Magerrasen, Weinhängen, alten Obstbäumen und der Teichwiese bietet für den Besucher Abwechslung in der Wahrnehmung der Tiere, Insekten und Pflanzen. Ein mit Schilf verwachsener 4 ha großer Teich ist der zentrale Punkt für eine Wanderung in der Erlebniswelt Natur. Diese Naturprozesse werden an wunderbaren Plätzen mit den Augen, Ohren, Händen und der Nase wahrgenommen.
Liegen und Hängematten verschreiben den Händen und Füßen Ruhe und für die Seele wird Platz gemacht. Mit Übungsanleitungen und einfühlsamen Zitaten an interaktiven Tafeln angebracht, wird der Natur- und Seelenraum erfahrbar gemacht. Die wunderbare Naturkulisse mit dem Fernrohr, einem vergrößerten Ohr oder der Nase zu betrachten, gibt Einblick in die Bühne der Tiere und Pflanzen.

Die Strecke wird für Senioren, Menschen mit Sehbeeinträchtigung, Familien mit Kleinkindern und eine Teilstrecke für Rollstuhlfahrer erschlossen. Die bestehenden Radwege ermöglichen für Menschen mit Behinderungen eine gute Erschließung des Gebietes von den umliegenden Gemeinden Rohrbach, Loipersbach und Schattendorf und vom Bahnhof Marz-Rohrbach aus. Direkt an der Einstiegsstelle in Rohrbach befindet sich ein Naturbadeteich mit einem behindertengerechten WC und ein Obstbaumgarten.

Entstanden ist ein ca. 6 km langer Rundweg um die Teichwiesen mit Aussichtspunkten. Informationen zur Wegführung (Schwierigkeit, Länge…) werden in geeigneter Form vermittelt, sodass Menschen mit Behinderungen eine Einschätzung zur Nutzung treffen können. Durch Rastmöglichkeiten in geeigneten Abständen werden mobilitätseingeschränkte Personen berücksichtigt. Der Großteil der im Gebiet entlang einer Route vorgesehenen Installationen wird für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich gemacht. Informationen werden auch für Sehbehinderte aufbereitet und bereitgestellt.

Erlebnisstation „Kirschäcker“

Kirsch-, Kastanien- und Nussbäume zieren einen 1,5 km langen asphaltierten Feldweg zwischen den Gemeinden Bad Sauerbrunn und Pöttsching. Es ist dies ein sehr beliebter Rad- und Wanderweg. Zusätzlich wurden regionsspezifische Obstbäume gepflanzt und für den Besucher mit der Hand, Nase und den Ohren erfahrbar gemacht.

Der Weg ist für einen Blinden adaptiert und bietet den Sehenden die Erfahrungswelt der nicht sehenden Menschen an. Diese Begegnung mit Holz führt zu einer Schärfung der meist vernachlässigten Sinne und zu einem bewegten Austausch mit nicht sehenden Menschen. Ein 300 Meter langes Holzgeländer, das als Balancier-, Tast- und Hörbalken dient, begleitet den blinden Menschen durch die Obstbäume.

Rastplätze, Klangbäume und ausgewiesene Baumplätze laden zum Verweilen ein.

Die Station wird durch Reliefkarten, Tafeln mit Brailleschrift und allenfalls Adaptierung der Wegführung, insbesondere für Menschen mit Sehbehinderungen, ausgebildet. Geplant ist ergänzend auch ein Audio Guide.

Die Zielsetzung:

Schaffung eines einzigartigen Angebotes in der Region

Vielfältige Naturerlebnisse für Alle in der freien Landschaft: weitere Angebote für TourIstInnen und Touristen, für Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Familien mit Kleinkindern

Verbesserung der touristischen Infrastruktur ‚Wanderwege’ und des touristischen Angebots der Region Rosalia Kogelberg

Steigerung der Übernachtungszahlen in den Gemeinden des Bezirkes Mattersburg

Reaktion auf die gesteigerte und weiterhin stetig steigende Nachfrage nach qualifizierten Wanderangeboten

Zusammenführung der Gemeinden und der Bevölkerung (Netz) zur Nutzung gemeinsamer Synergien

Konzentration des vorhandenen Wegenetzes auf die tatsächlich geeigneten, qualitativ hochwertigen Wanderwege (z.B.: Erarbeitung eines Rosalia-Rundwanderweges)

Entlastung von Natur- und Wildschutzgebieten durch gezielte Kanalisierung der Wanderer auf ausgewiesene Wege

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